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Tuning

\"Tuning\" findet seine Anwendung u.a. im Modellbau, Datenbank-Tuning, in der Kalibrierung von Geräten oder Feinabstimmung von Computern.

Die Meiste Verwendung wird jedoch mit Fahrzeugtuning oder Auto-Tuning in Zusammenhang gebracht.

Mit Fahrzeugtuning (abgeleitet vom engl. to tune) bezeichnet man individuelle Veränderungen an Personenkraftwagen, Motorrädern und auch Lastkraftwagen, die dem Zweck dienen, die Leistung oder die Fahreigenschaften zu verbessern oder auch das optische und akustische Design zu ändern.

Der Begriff Tuning bedeutet im Wortsinn Feinabstimmung und bezieht sich im engeren Sinne auf die Feinabstimmung des Motors, der Aerodynamik einer Karosserie oder des Fahrwerks zur Leistungssteigerung. Im weiteren Sinn gehört dazu auch zum Beispiel das Aufbohren der Zylinder zur Hubraumvergrößerung, der Einbau von Kompressoren und Turboladern zur Aufladung, eine Lachgaseinspritzung oder der Einbau von Motoren mit größerem Hubraum.

Begriff Tuning

Allgemein werden unter Tuning neben Veränderungen am Motor auch Veränderungen verstanden, die die Fahrwerkeigenschaften und reine Designaspekte (Karosserieform und -farbe) betreffen. Unternehmen, die professionell Fahrzeugtuning anbieten, werden allgemein als Fahrzeugtuner oder einfach Tuner bezeichnet.

Für weitreichende Eingriffe in Motorisierung und/oder Karosserie in Verbindung mit umfangreichen Individualanfertigungen wird mittlerweile auch im deutschsprachigen Raum der in den USA gebräuchliche Begriff Customizing verwendet. Eine eindeutige Abgrenzung der Bezeichnungen „Tuning“ und „Customizing“ ist letztlich nicht möglich. Siehe dazu auch Custom Car und Custombike.

Beim Fahrzeugtuning unterscheidet man zwischen Motortuning, Fahrwerktuning, Karosserietuning und Interieurtuning.

Geschichte des Auto Tuning

Tuning im eigentlichen Sinn hat seinen Ursprung in den 1950er Jahren. Erste Firmen, sogenannte Autotuner, beschäftigten sich mit der Abstimmung und Leistungssteigerung von Motoren. In der damaligen Zeit war der VW Käfer als weit verbreitetes Fahrzeug ein beliebtes Tuningobjekt.

1953 stellte die Firma Kamei den ersten Spoiler für den Käfer her. Dieser sollte bei Geschwindigkeiten von über 100 km/h für einen höheren Anpressdruck an der Vorderachse sorgen. Die Bezeichnung für diesen ersten Spoiler war „Tiefensteuer“.

Zu Beginn beschränkte sich das Fahrzeugtuning meist auf Leistungssteigerungen, allenfalls kombiniert mit notwendigen Fahrwerksmodifikationen, die der höheren Leistung Rechnung trugen, wie z. B. Sportstoßdämpfer oder in wenigen Fällen auch leistungsstärkere Bremsanlagen.

Seit den 1970er Jahren wurde das Fahrzeugtuning immer beliebter, was zur Gründung zahlreicher Tuningunternehmen führte. Auffällig waren die vielen angebotenen Extremumbauten. So wurden nicht selten Limousinen, Coupés und Sportwagen, aber auch alle anderen Arten von Fahrzeugen mit Anbauteilen bis zu einer Breite von zwei Metern angeboten. Der Begriff Showtuning wurde geprägt.

Ein stark modifizierter Mercedes SL (Optik angelehnt an den SLR)„GFK-Bomber“ war eine abwertende Bezeichnung für ein Fahrzeug, an dem originale Karosserieteile (oft Front- und Heckschürzen sowie die Seitenschweller und Motorhaube) entfernt und durch auffällig geformte Glasfaser-Kunststoffteile (GFK) ersetzt wurden, die sich im Design stark vom Original unterschieden.

Etwa seit Ende der 1990er Jahren wurden immer seltener Fahrzeuge angeboten, die extrem vom jeweiligen Serienmodell abwichen. Der Trend ging zu dezenten Umbauten, bei denen ein größerer Wert auf Detailarbeiten und die verbauten technischen Komponenten gelegt wurde.

Tuning Image

Bei Liebhabern ist Fahrzeugtuning ein mit Ernsthaftigkeit betriebenes Hobby, das Fan-Charakter haben kann. Freunde des Tunings sind in vielerlei Hinsicht vernetzt, sie geben Zeitschriften heraus, organisieren Veranstaltungen und Treffen, so dass man von einer Tuningszene bzw. von regionalen Tuningszenen sprechen kann. Bestimmte Automarken und -modelle waren und sind bei Anhängern des Autotunings besonders beliebt (z. B. Opel Manta, VW Golf GTI, BMW 3er, etc.). Tuningfans dieser Modelle schließen sich oft in regionalen Clubs zusammen.

Außerhalb ihrer Szene haben Tuningfans oft ein klischeehaftes, teilweise negatives Image. Gemäß diesem Klischee werden Eigenschaften wie Imponierverhalten, prollige Umgangsformen, aggressiver Fahrstil, etc. mit Fahrern von Tuningfahrzeugen assoziiert. Insbesondere der „Mantafahrer“ war ein beliebter Gegenstand von Witzen, die diese Stereotypen zum Inhalt hatten.

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